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Was das Fliegen billiger macht

Wie funktionieren Low-Cost Airlines?

Wie können die Low-Cost Airlines ihre günstigen Preise erreichen? Sparen sie bei der Sicherheit? Fliegen sie alte Flugzeuge? Haben die kein vernünftiges Personal?
Natürlich sind all das aus der Luft gegriffene Befürchtungen. Das Konzept der "No-Frill" Airlines basiert im Wesentlichen auf einer Vereinfachung und Vereinheitlichung der Abläufe.
Keine Papiertickets
So gibt es in der Regel keine Papiertickets. Der Verkauf findet entweder über Call-Center, neuerdings im Internet oder an Automaten statt. Die Airline spart an Druckkosten, Versandkosten und oftmals auch Reisebüro-Provisionen.

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Kein "Schnickschnack"
Der Service an Bord und vor dem Flug ist "ohne Schnickschnack". Es gibt keine Zeitungen, keinen Kaffee am Gate und auch an Bord gibt es meist keine kostenlosen Getränke oder gar Mahlzeiten. Damit sparen die Airlines neben einem aufwändigen Vorbereitung-, Distributions- und Abfertigungsvorgang auch noch einen Großteil an Reinigungskosten und gewinnen besonders eines: Zeit, womit auch schon ein weiterer wichtiger Vorteil im Low-Cost-Konzept klar wird:
Viel Fliegen, kurze Standzeiten
Southwest Airlines ist stolz auf Ihren "Ten Minute Turn" an der Boeing 737. Entladen, betanken, Passagiere aussteigen, säubern, gleichzeitig Gepäck einladen, Preflight Check, Boarding in 30er Gruppen ohne Sitzplatzreservierung und ohne langes "Platzgesuche", Tür zu, Pushback. Alles in kaum mehr als 10 Minuten, wofür andere Carrier gut auch mal eine dreiviertel Stunde beötigen. Wenn auch nicht immer so spektakulär, so
PEOPLExpress versuchte sich als Langstrecken Low-Cost Anbieter und scheiterte. © Paul Robinson haben Low-Cost Airlines eines gemeinsam: Die Flugzeuge verbringen weniger Zeit am Boden und dafür mehr in der Luft. So kann jedes Flugzeug besser genutzt werden und das tun, womit es Geld verdient: Viel und oft Fliegen.
Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass bisher alle Langstrecken-Low-Costs wie "PeopleExpress" oder der "Laker Skytrain" keinen Erfolg hatten. Auf Langstrecken ergeben sich durch Zeitverschiebungen, den größeren und komplexeren Flugzeugen und anderen internationalen Regelungen keine Vorteile für Billigflieger.
Kein Netzwerk
Low-Cost Airlines bieten in der Regel keine Netzwerk-Verbindungen. Nicht einmal Anschlussflüge mit der eigenen Airline werden angeboten. Denn kommt ein Flugzeug zu spät, kann das andere wegen der engen Zeitpläne schon weg sein. Kein Netzwerk und reine Point-to-Point Services sparen so Abstimmungsaufwand und Folgekosten.
Sekundärflughäfen
Dass kurze Standzeiten am Boden oft nur an kleineren Sekundärflughäfen möglich sind, liegt auf der Hand. Denn was nutzt es, wenn das Flugzeug nach einer kurzen Abfertigungsphase an der Runway lange auf den Take-Off warten muss? Deswegen fliegen Low-Cost Airlies oftmals nicht die großen internationalen Flughäfen an, die von den Netzwerk-Gesellschaften benutzt werden, sondern bedienen Sekundär-Flughäfen. Hier sind zudem oft auch die Gebühren niedriger. In den USA haben die kleinen Flughäfen sogar oft noch den Vorteil, dass sie dichter an der Stadt liegen, also sogar noch einen Vorteil gegenüber den Primärflughäfen aufweisen.
Bisher galt vor allem die Boeing 737 als ideales Flugzeug für Low-Cost Airlines. EasyJet hat sich jetzt aber für Airbus A319 entschieden.
© airliners.de-Montage
Ein Flugzeugtyp
Low-Cost Airlines haben meist nur einen oder zumindest sehr vergleichbare Flugzeugtypen in der Flotte. Dadurch verringert sich der Planungsaufwand, denn jede Crew kann jedes Flugzeug fliegen. Jedes Flugzeug kann jede Strecke fliegen und sollte einmal etwas unvorhergesehenes passieren, ist immer schnell Ersatz da. Alle Abfertigungsgeräte, alle Papiere und alle anderen Flugzeugtyp-abhängige Anlagen, Einrichtungen, Informationen und, und, und müssen nur für einen Flugzeugtyp vorbereitet und vorhanden sein. Das reicht vom Ersatzteillager bis hin zu den Safety-Cards an Bord und spart den Airlines sehr viel Geld. Die Maschinen sind außerdem alle mit einer einheitlichen und oft recht engen Bestuhlung ausgestattet.

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